Display eingebrannt? Schatten, die nicht weggehen.
Die Umrisse der Tastatur, der Statusleiste oder einer App bleiben schwach sichtbar, auch wenn etwas anderes angezeigt wird. Das ist Burn-in: Einzelne Bildpunkte des OLED-Displays sind gealtert und leuchten schwächer.
Meist hilft
Displaytausch
Eingebrannte Bildpunkte erholen sich nicht. Ein neues Display zeigt wieder ein gleichmäßiges Bild. Handy-Display ab 59,99 €, inklusive Arbeitszeit.
Jeder OLED-Bildpunkt altert, während er leuchtet. Das ist normal und passiert langsam. Problematisch wird es, wenn bestimmte Bildpunkte über Jahre viel mehr leuchten als die daneben. Dann sind sie stärker gealtert und leuchten bei gleicher Ansteuerung schwächer. Es bleibt ein Schatten, etwa von der Tastatur, der Statusleiste oder der Navigationsleiste.
Blaue Subpixel altern am schnellsten. Deshalb sieht eingebranntes Weiß oft leicht gelblich oder rötlich aus. Bei LCD-Displays gibt es echtes Burn-in praktisch nicht. Dort sieht man eher kurzzeitige Nachbilder, die nach einiger Zeit wieder verschwinden.
Nachbild oder echtes Burn-in?
Nicht jeder Schatten ist dauerhaft. Hat das Handy lange ein helles Standbild gezeigt, etwa eine Karte, kann ein Nachbild bleiben, das nach Minuten oder Stunden verblasst. Echtes Burn-in bleibt auch nach einem Tag mit normaler Nutzung genauso sichtbar.
Prüfen Sie es mit einem grauen oder einfarbigen Vollbild bei mittlerer Helligkeit. Sehen Sie die Umrisse am nächsten Tag immer noch an derselben Stelle, ist es Burn-in.
Was Apps und Videos gegen Burn-in wirklich tun
Im Netz kursieren Apps und Videos mit flackernden Farben, die Burn-in angeblich wegmachen. Sie können die eingebrannten Bildpunkte nicht erneuern. Bestenfalls lassen sie den Rest des Displays schneller altern, damit der Unterschied kleiner wird. Damit wird das ganze Display dunkler und farblich ungleichmäßiger.
Hersteller bauen schon Schutzmechanismen ein, etwa ein leichtes Verschieben der Statusleiste oder eine Helligkeitsbegrenzung bei Standbildern. Diese bremsen das Einbrennen. Rückgängig machen kann es keine Software.
So beugen Sie mit einem neuen Display vor
Nach einem Displaytausch hält ein neues Panel bei normaler Nutzung wieder viele Jahre. Wer das Einbrennen verlangsamen möchte, kann einige Gewohnheiten anpassen.
Automatische Helligkeit nutzen und nicht dauerhaft auf voller Stufe arbeiten.
Dunkelmodus einschalten, wo er verfügbar ist.
Eine kurze automatische Sperre einstellen, damit Standbilder nicht stundenlang leuchten.
Beim Navigieren im Auto die Helligkeit begrenzen und das Handy nicht in praller Sonne an der Scheibe lassen.
Gesten statt der dauerhaft sichtbaren Navigationsleiste nutzen.
Eingebranntes Display tauschen: Original oder kompatibel?
Burn-in betrifft OLED-Panels. Ein Original Display ist wieder ein OLED-Panel mit tiefem Schwarz und den gewohnten Farben. Kompatible Displays sind bei manchen Modellen günstiger, können aber je nach Modell eine andere Technik verwenden und etwas anders aussehen. Wir zeigen Ihnen in der Filiale, welche Varianten es für Ihr Modell gibt, und nennen den Fixpreis, bevor wir tauschen.
Häufige Fragen
Gibt es eine App gegen Burn-in?
Apps können Schatten etwas weniger sichtbar machen, indem sie den Rest des Displays mitaltern lassen. Das verschlechtert das Display insgesamt. Wir raten davon ab.
Ist Burn-in ein Garantiefall?
Meist nicht, denn Burn-in gilt als normale Alterung. Ein neues Display beseitigt ihn. Den Preis für Ihr Modell finden Sie in der Preisliste.
Brennt ein neues Display wieder ein?
Bei gleicher Nutzung irgendwann wieder, meist aber erst nach langer Zeit. Dunkelmodus und automatische Helligkeit helfen vorzubeugen.